Sonntag, 9. Februar 2014

Warum Kuhmilch für den menschlichen Körper nicht geeignet ist und welche Calcium-Lieferanten es gibt


Es gibt so viele Gründe, Kuhmilch nicht mehr zu konsumieren. Als ich mit den grausamen Dingen konfrontiert wurde, habe ich den Konsum sofort eingestellt. Aber warum?
Ein Großteil der Menschen kennt die Hintergründe gar nicht. Selbst in meiner Familie ist das Thema noch eine große Diskussion. In den Köpfen der Menschheit hat sich der Gedanke "Kühe müssen doch gemolken werden, sonst platzen die Euter" festgesetzt. Soweit bis hierhin - aber warum gibt eine Kuh überhaupt Milch?
Es ist hier nichts anderes als beim Menschen. Eine Frau gibt nur während oder nach der Schwangerschaft Milch - genauso bei Milchkühen. Sie werden am laufenden Band schwanger gehalten, damit wir die Milch bekommen, nicht etwa das Kälbchen, also das eigene Kind. Das Kälbchen wird dem Muttertier direkt nach der Entbindung entrissen und entweder gezüchtet oder geschlachtet. Die Kuh wird an Melkmaschinen angeschlossen. Durch das ständige Anschließen an Melkmaschinen kommt es auch nicht selten vor, dass sich das Euter entzündet. Die Milch ist somit mit Eiter und Keimen belastet, außerdem auch noch mit Fäkalien und Antibiotika, letzteres wird den Tieren ja leider reichlich zugeführt. Stellt euch mal vor, ihr bekommt ein Baby und es wird euch direkt nach der Geburt entrissen, weil eine andere Spezies geil auf eure Milch ist. Das ist doch grausam, oder? Um es mal ganz krass auszudrücken: Wir nehmen den Babys einer anderen Spezies die Milch weg.
Durch diese Prozedur wird eine Kuh durchschnittlich nur 4 Jahre alt, unter normalen Umständen kann eine Kuh 20-25 Jahre alt werden.

Auch aus gesundheitlichen Gründen ist es ratsam, auf Kuhmilch zu verzichten. Wenn ich erzähle, ich nehme keine Milchprodukte zu mir, ist das Geschrei erstmal groß. "Vegan ist aber nicht gesund!" ... doch, ist es. Vegan sein gehört zu der gesündesten Art sich zu ernähren. Ein Zitat aus dem Buch "Peace Food" von Rüdiger Dahlke: "Die Rolle von Milchprodukten bei der Entstehung von Krebs lässt sich lässt sich nicht wegdiskutieren, genauso wenig wie die von Fleisch. Wenn auf Zigarettenpackungen entsprechende Aufdrucke vor Krebs warnen, obwohl nur 2 von 100 Rauchern Bronchialkarzinome entwickeln, gehören sie konsequent auch auf Milch- und Fleischprodukte, etwa: Fleischverzehr führt zu Krebs und Infarkten, oder: Dieses Dessert enthält Milch. Sie kann Krebs verursachen und töten. Dies lässt sich inzwischen auch wissenschaftlich beweisen".
Jede Muttermilch ist auf die entsprechende Art abgestimmt und umso proteinreicher, je schneller der Nachwuchs wachsen soll. Kuhmilch hat 3,3% Eiweiß, das Kalb nimmt in circa 47 Tagen 100kg zu. Die Milch des Menschen weist 1,2% Eiweiß auf, ein menschliches Baby verdoppelt sein Gewicht in circa 180 Tagen. Somit ist jede Milch auf die eigene Spezies angepasst. Kuhmilch ist für den menschlichen Körper dementsprechend viel zu proteinlastig und kann nicht richtig verdaut werden. Milch enthält zwar Calcium, erhöht aber aufgrund der bereits genannten Gründe das Risiko, an Osteoporose und/oder Krebs zu erkranken.
Jetzt wird der ein oder andere sagen "hey, vor ein paar hundert Jahren auf dem Land wurde auch Milch konsumiert". Ja, richtig, aber ganz bestimmt nicht unter solch grausamen Bedingungen. Da gab es noch keine Massenproduktion, keine Melkmaschinen, keine Verunreinigung der Milch durch Verletzungen der Tiere und auch keine Trennung zwischen dem Muttertier und dem Kalb. 

Hier noch eine kurze Erklärung zur Laktoseintoleranz:
Um Muttermilch zu verarbeiten, haben wir spezielle Enzyme im Körper. Wenn wir älter sind, benötigen wir keine Muttermilch mehr und ernähren uns von fester Nahrung. Somit hört der Körper auf, das Enzym Laktase zu produzieren. Menschen, die über das Enzym nicht mehr verfügen, können keine Milch mehr verarbeiten und leiden somit an Laktoseintoleranz.

Doch was gibt es für Alternativen?
Ich persönlich favorisiere Reismilch, die ich jeden Morgen in meinem Kaffee trinke. Die Geschmäcker sind hier aber ganz unterschiedlich - ich kenn auch viele, die Sojamilch total lieben. Dann gibt es noch Hafermilch, Mandelmilch, Walnussmilch, Kokosmilch und viel viel mehr. Da muss man sich einfach ausprobieren. Ich hab auch lange dafür gebraucht. In manche Pflanzenmilch wird Calcium zugesetzt, d.h. unser Calcium-Gehalt ist schon mal gesichert. Für unterwegs kann ich Starbucks empfehlen, die mittlerweile ihren Kaffee auch mit Sojamilch anbieten.


Weitere calciumhaltige Lebensmittel sind u.a.:
  • Tofu
  • Grünkohl
  • Brokkoli
  • Tempeh
  • Sojadrink
  • Lauch
  • Sesam
  • Rucola
  • Fenchel
  • roher Amaranth
  • getrocknete Feigen
  • Staudensellerie

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick über die Wahrheit der Kuhmilch geben. Bei Fragen könnt ihr gern auf mich zukommen.

"Eine Kuh produziert, wie jedes Säugetier, Milch für ihre Babys. Deine Mutter ist keine Kuh und du bist kein Kälbchen. Deshalb ist es absolut unnormal und völlig absurd, dass du ihre Milch trinkst."

xxx
JayJay 

Kommentare:

  1. Jetzt ist mir schlecht :-/ Danke für den ausführlichen Artikel über Milch, ab morgen trinke ich keine Kuhmilch mehr. Werde mir jetzt auch mal Reismilich kaufen, habe bisher nur gutes darüber gehört :) Wobei Sojamilch trinke ich schon ziemlich gerne.
    Was ist denn Tempeh? Habe ich noch nie gehört..

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tempeh kommt aus Indonesien und ist ähnlich wie Tofu. :)

      Löschen
  2. Just desire to say your aarticle is as astonishing. The clatity in your publish is just exceloent and that i can think you are an expert on this
    subject. Well with your permission allow me to clutch your feed
    too keeep updated with forthcoming post. Thank yoou 1,000,000 and plesse continue
    the enjoyable work.

    Also visit my blog post :: Uk Information On Wikipedia

    AntwortenLöschen